Feuerwache in Werdohl
Die im Jahr 2026 festgestellte Gebäude für die Freiwillige Feuerwache in Werdohl ist das Ergebnis eines VGV-Verfahres aus dem Jahr 2022, in dem unser Büro den 1. Rang erreichte.
Wir haben lediglich die Leistungsphasen 1 – 4 bearbeitet, da der Bauherr die weiteren Leistungsphasen und die Realisierung des Gebäudes an einen Generalübernehmer vergeben hat.
Die Betreuung des Hochbaus hat seitens des Bauherrn ein örtliches Büro übernommen. Leider wurden in diesem Prozess einige wesentliche architektonischen Prinzipien und Merkmale verändert. Selbst Festlegungen, die im Bauantrag definiert waren, wurden negiert. Dieser Transformationsprozess geschah gänzlich ohne Rücksprache mit uns.
Wir haben und daher an einigen wenigen Stellen vorbehalten, relevante Fotos und Darstellungen an den von uns entwickelten Stand des Gebäudes, der dem genehmigten Bauantrag entspricht, anzupassen.
Gebäudekonzeption
Die Lage auf dem Grundstück und die L-förmige Struktur der Bebauung erzeugt eine Vielzahl funktionaler Qualitäten:
Die klare Abgrenzung der Zu- und Ausfahrten auf und vom Grundstück in Nord-Süd-Richtung zwischen:
– gewährleistet einen störungsfreien Ablauf aller Erschliessungsfunktionen.
– Die Einsatzfahrzeuge können in beiden Richtungen auf die Strasse Grascker ausrücken.
Der L-förmige Baukörper bietet einen maximalen Lärmschutz zur westlichen Bebauung an der Goethestrasse. Die Winkelform des neuen Gebäudes unterstützt diesen Effekt. Das Gebäude erhält durch seine Dreigeschossigkeit im nördlichen Teil eine angemessene städtebauliche Signifikanz.
Hochwasserschutz für die Feuerwache Werdohl
Das Gebäude liegt aufgrund der gesetzlichen Vorgaben zur Verortung von Feuerwachen in der Stadt in einem hochwassergefährdeten Bereich. Der notwendige Hochwasserschutz sollte zum architektonischen und konstruktiven Prinzip des neuen Gebäudes werden:
>> Das Gebäude wird Erdgeschoss bis zu einer Höhe von +4.50 m als Massivkonstruktion [WU-Beton] ausgebildet
> Darüber, im 1. und 2. Obergschoss, übernimmt eine eine ressourceneffiziente Holzkonstruktion die Primärkonstruktion des Gebäudes
>> Das gestalterische Zusammenspiel der Materialien Beton und Holz sollte zum signifikanten, architektonischen Merkmal des neuen Gebäudes werden.
Leider wurde auch diese wesentliche architektonische Prinzip im weiteren Prozess negiert und das Gebäude wurde als traditionelle Massivkonstruktion ausgeführt.
Auftraggeber Stadt Werdohl
Ansprechpartner Florian Block, f.block@werdohl.de
Zeitraum VGV 2022
Fertigstellung 08.2026
LPH 1-4
Gesamtkosten 8.500.000.- €
In Kooperation mit Buchner+Wienke Architekten
Mitarbeiter:innen: Nina Breese, Immo Kobelt, Moritz Meyer Sztranyay, Stephanie Tondera
Fotos von Marcus Bredt